DER SCHLÜSSEL DER GESCHICHTE IST NICHT IN DER GESCHICHTE, 

ER IST IM MENSCHEN   - Théodore Simon Jouffroy -

HISTORIE GELEBT UND 
ERZÄHLT VON: 


Interviews und Bilder unserer bewegten Geschichte. 125 Jahre erlebte Erinnerungen, Erfahrungen, Begegnungen und immer wieder: Neuen Wegen. 

Wir schaffen es: Die Erfahrungen der Vergangenheit mit den  Visionen der Zukunft zu verbinden.

 

Graeff Spedition GmbH & Co. KG


Zentrale:

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D-68159 Mannheim

 

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Historie gelebt und erzählt von: 

SIEGLINDE GRAEFF 

BUCHHALTUNG & FINANZEN

 
Dritte Generation
1949 bis Heute

Ohne Spaß und Freude an der Arbeit

geht das einfach nicht!

Es ist wunderbar, wenn man sieht, dass eine Gemeinschaft an einem Strang zieht, wie in unserem Betrieb der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer.

Mein Mann und ich sind nun mittlerweile seit 57 Jahren verheiratet. Nach kurzer Zeit der Ehe bin ich mit in das Unternehmen eingestiegen, um meinen Mann zu unterstützen.

Die Graeff Spedition ist eine der ältesten Firmen in Mannheim. Vom Pferdefuhrwerk zum hochmodernen Fuhrpark. Seit über fünfzig Jahren wirke ich nun aktiv mit im Firmengeschehen. An manchen Tagen sogar noch heute und das im Übrigen sehr gerne, denn es hält mich einfach jung.

In erster Linie war ich zuständig für die Finanzen und für die Buchhaltung. Das war nicht immer einfach, denn wir haben teilweise auch schwierige Zeiten zu meistern gehabt. So fiel mein Mann aufgrund einer Erkrankung leider fast zwei Jahre aus. Während dieser Zeit musste ich hauptverantwortlich die Geschicke der Spedition übernehmen. Unterstützend trat dann unser Sohn früher als angedacht in unser Unternehmen ein, obwohl er sich zu dieser Zeit noch in seinem Studium befand. Das war sicherlich für mich und wohl auch für meinen Sohn die schwierigste Zeit im Unternehmen.

Eine Spedition ist stets lebendig und es passiert jeden Tag etwas Neues, oder Unvorhergesehenes. Das hat mir immer sehr viel abverlangt, aber ebenso viel Spaß bereitet: Es wurde für mich nie langweilig!

Ich habe in allen Bereichen der Spedition gearbeitet. Ich kenne die Firma wirklich in- und auswendig. Das ist nach wie vor sehr hilfreich, aber so langsam ziehe ich mich immer mehr aus dem Tagesgeschehen zurück und überlasse das Feld meinen Kindern, die das hervorragend machen.

Besonders begeistert mich an unserem Unternehmen das seit jeher gute Verhältnis zu unseren Mitarbeitern. Sie standen immer mit uns auf einer Stufe. Wir haben letztendlich auch ihnen zu verdanken, dass wir heute gut dastehen.

Unsere aus ganz verschiedenen Nationen stammenden Fahrer sind uns nach wie vor freundschaftlich verbunden. Wichtig dabei war uns immer, nicht nur den einzelnen Mitarbeiter zu sehen, sondern auch den Menschen dahinter mit seinem familiären Umfeld.

Das haben wir immer mit im Auge gehabt, mein Mann und ich. Wir haben den Familien geholfen und bei Problemen stets zur Seite gestanden. Ich nenne es gelebte Integration und zwar über die reine Arbeitszeit hinaus. Viele der Mitarbeiter sind mittlerweile in Rente und besuchen uns nach wie vor regelmäßig.

Gedankt wurde es uns mit guter Arbeit und Einladungen zu Hochzeiten, Familienfeiern und anderen Festivitäten. Diese soziale und offene Einstellung haben wir auch unseren Kindern vermittelt und das mit großem Erfolg!

Ich wünsche meinen Nachkommen von Herzen für die Zukunft, dass sie immer mit Spaß und Freude an die Arbeit gehen. An meiner Enkeltochter sehe ich bereits jetzt mit Freude,  dass es wohl weiter geht mit unserem Familienunternehmen. Für mich als Mutter war es wichtig, bei der Berufswahl meiner Kinder keinen Zwang auszuüben. Da die Verantwortung die man trägt groß ist, muss die Ausübung der täglichen Arbeit Freude bereiten - ohne Spaß und Freude an der Arbeit geht das einfach nicht!

Historie gelebt und erzählt von:
PETER GRAEFF

GESCHÄFTSINHABER

Dritte Generation
1949 bis Heute

Das sind doch tolle Aussichten!

Großes Engagement und Herzensbindung waren stets mein Antrieb!

 

Selbst mit 83 Jahren kann ich behaupten, dass mir das Speditionsgeschäft nach wie vor großen Freude und Spaß bereitet. Das Zusammentreffen mit unterschiedlichsten Menschen, egal ob es sich dabei um Vorstandsvorsitzende, Lagerarbeitende, Unternehmer/Innen, oder LKW-Fahrende handelt, ist für mich dabei der besondere Reiz. Berührungsängste sind mir fremd und ich bringe die Leute gerne an einem Tisch zusammen und tausche mich aus - den Menschen nah und immer am Menschen dran.

Nach einer Ausbildung zum Speditionskaufmann in einem externen Betrieb übernahm ich schon früh das Geschäft meines verstorbenen Vaters. Während meiner Ausbildungszeit hatte ich auch die Möglichkeit in Hamburg und Stuttgart zu volontieren. Eine Zeit, an die ich mich gerne zurück erinnere.

Ein wahrer Segen war für mich die Zeit,  als meine Frau kurz nach unserer Heirat mit in das Unternehmen einstieg und mir fortan den Rücken freihielt.

So war es mir möglich, mich in zahlreichen Ehrenämtern, die das Gewerbe betreffen, zu engagieren und dort die Zukunft der Branche aktiv mitzugestalten. Das war oft sehr zeitaufwändig und teilweise mit einigen Mühen verbunden, da das Transport-Gewerbe zur damaligen Zeit doch stark am Boden lag. Besonders viel Arbeit machten damals die Konzessionen, die man für die Fahrzeuge benötigte. Das war ein erheblicher bürokratischer Aufwand. Hier setzte ich mich für bessere Bedingungen und leichtere Arbeitsprozesse in der Zukunft ein.

Mein Hauptpart im Unternehmen war sowohl die Außenwirkung, der Vertrieb sowie die Führung des Unternehmens. Die internen Geschicke leistete meine Frau. Sie kümmerte sich um die Finanzen, die Buchhaltung und das Personalwesen.

Besonders am Herzen lag mir von jeher die Ausbildung unserer Mitarbeiter. Das spiegelte sich auch in der Qualität unserer Absolventen wider, so dass diese teilweise von größeren Firmen abgeworben wurden - einige von Ihnen wurden dann nach einiger Zeit wieder vorstellig bei uns. Gerne nahm ich sie wieder auf und erlebte Mitarbeiter/innen, die wie nie zuvor ihre Arbeit ableisteten. Wiederkehrende waren oft wahre Unterstützer!

Leute, die wir ausbildeten, wurden mit dem Leitmotiv an die Arbeit geführt: „Geht nicht, gibt’s nicht.“ Das galt auch für Anfragen, welche zuerst schwierig erschienen. Wir suchten solange nach Wegen, bis eine Lösung gefunden wurde. Das ist ein eisernes Grundprinzip unseres Unternehmens. Hier hat sich bis dato nichts geändert und jeder Mitarbeiter hält sich nach wie vor daran. Es wird geholfen, wo geholfen werden kann!

Wir haben Menschen ausgebildet, die sehr erfolgreich Ihren Weg gegangen sind. Mit flachen Hierarchien, aber mit klaren Regeln und Vorgaben. Langjährige Betriebszugehörigkeit ist nicht umsonst das Resultat einer guten Ausbildung und die Möglichkeit eines erfolgreichen Werdeganges innerhalb unseres Betriebes.

Auch die persönlichen Kontakte spielen eine große Rolle. Sollte einer unserer Mitarbeiter persönliche Probleme haben, haben wir stets ein offenes Ohr: Wo wir helfen können, tun wir es!

Mein persönlicher Antrieb war das Verantwortungsgefühl meiner Familie und meinen Mitarbeitern gegenüber. Sozusagen eine absolute Herzensangelegenheit.

In die Zukunft blicke ich durchaus positiv, denn selbst eine mittelgroße Spedition wie wir es sind, wird künftig ihren Marktanteil haben. Kontaktpflege, Beziehungspflege, Engagement und Verantwortungsbewusstsein führen nach wie vor zum Ziel!

Meine Familie führt unser Geschäft ganz in meinem Interesse weiter. Die Weiterentwicklung der Digitalisierung, der EDV und allem was dazugehört, haben sie bestens im Griff. Aus diesem Thema habe ich mich schon aufgrund meines Alters komplett zurückgezogen.

Hocherfreut bin ich über die Ambitionen meiner Enkelin. Sie steht bereits in den Startlöchern und hat mir signalisiert, dass Sie gerne nach Ihrem Studium in das Unternehmen eintreten möchte. Das sind doch tolle Aussichten!

 
 

Historie gelebt und erzählt von: 

JOCHEN GRAEFF 

GESCHÄFTSFÜHRER

 
Vierte Generation
1990 bis Heute

Geht nicht, gibt‘s nicht!

 

Seit Jahren bin ich Geschäftsführer der Spedition Graeff, fast seit Jahrzehnten.

Sehr aktiv bin ich in vielen Verbandstätigkeiten, beispielsweise als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der SVG Straßenverkehrsgenossenschaft Baden eG, Vorstand im Verband Verkehrsgewerbe Baden e.V./ BGL Süd, Vollversammlungsmitglied der IHK Rhein Neckar, Verkehrsausschussmitglied der IHK Rhein Neckar sowie Verkehrsausschussmitglied der DIHK Berlin.

Das sind Tätigkeiten, die mir ausgesprochen viel Freude bereiten. Ich sehe mich ein Stück weit als Brückenbauer für das Gewerbe. Als passionierter Hockeyspieler bin ich auch hier in ehrenamtlicher Tätigkeit außerhalb des Gewerbes sehr aktiv.

Seit Kindesbeinen bin ich in unserem Betrieb zu Hause. Es kam vor, dass ich seinerzeit lieber mit in das Geschäft gegangen bin als in den Kindergarten. So konnte ich relativ früh eine starke Bindung zum Unternehmen aufbauen. Die Fahrzeuge haben mich als kleiner Junge schon fasziniert und das tun sie noch heute.

Studiert habe ich Betriebswirtschaft an der Berufsakademie Mannheim und zwar, wie sollte es auch anders sein, mit der Fachrichtung Spedition.
 

Offiziell eingestiegen in die Geschäftsleitung des Unternehmens bin ich 1990. Davor war ich schon einige Jahre unser Fuhrparkbeauftragter. Zu den Aufgaben eines Fuhrparkbeauftragten gehören unter anderem die Wartung der Fahrzeuge, die TÜV- Zulassungen und die Organisation aller technischen Daten.
 

Schon mit 15 Jahren wurde ich an diese Aufgabe herangeführt und der Mensch wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Das entspricht auch heute nach wie vor meiner Auffassung.
 

Diese persönliche Einstellung übertrage ich heute gerne auf unsere Mitarbeiter. Was für mich zählt, sind in erster Linie Engagement und Begeisterung - und zwar mehr als Einser-Zeugnisse. Wer Lust hat und eine Aufgabe aktiv ergreift, kann sich bei uns immer weiterentwickeln!

Historie gelebt und erzählt von: 

SUSANNE GRAEFF

GESCHÄFTSFÜHRERIN

 
Vierte Generation
2002 bis Heute

Als studierte Kunsthistorikerin bin ich erst über Umwege in die Firma gelangt. Gespürt habe ich es möglicherweise schon immer, dass ich trotz einer anderen beruflichen Ausrichtung eines Tages im Unternehmen meiner Familie meine Berufung finden werde. Mittlerweile bin ich 47 Jahre alt und auch bereits seit fast zwanzig Jahren mit von der Partie.

Zu meinem Verantwortungsbereich gehören das Personalwesen, die IT und die Buchhaltung. Personal und Buchführung war die natürliche Fortsetzung der Tätigkeit, die ich von meiner Mutter übernommen habe. Generell sind wir als Familie aber grundsätzlich für fast alles zuständig, was so tagtäglich anfällt. Da geht es über das Bestellwesen bis hin zur Einzelbetreuung unserer Fahrer, gerade bei Verständigungsproblemen oder Amtsangelegenheiten.

An der Arbeit in der Spedition begeistern mich die logistischen Abläufe, die Schnelligkeit und Flexibilität besonders in der Disposition, die man braucht, um zeitnah und tagesaktuell auf Kundenwünsche reagieren zu können. Außerdem gestaltet sich hier jeder Tag anders, als man es vielleicht noch morgens gedacht hat. Langweilig wird es hier jedenfalls nie!

 
 

Momentan bin ich laut unserem Organigramm für den Vertrieb und die Strategie zuständig. Generell bin ich natürlich für den gesamten Ablauf verantwortlich, aber das Gute ist, nicht mehr für alles zuständig sein zu müssen. Wir haben es in den letzten Jahren geschafft zu delegieren. Unsere leitenden Mitarbeiter haben mir eine große Last von den Schultern genommen.

Die Vertriebsarbeit ist ein ständiger Prozess, der mit Leben gefüllt sein will und den man stets antreiben muss. Die Strategie ist die Vorausschau, wie wir uns jetzt und künftig sehen und uns am Markt präsentieren wollen. Die jetzige Situation durch Corona zeigt ja, wie schnell sich Dinge für uns alle gravierend ändern können.
 

Die ständigen Neuausrichtungen sind die Aufgaben eines Unternehmers schlechthin. Der Wandel draußen am Markt ist stetig und schwierig ist dabei natürlich, dass man nicht anfängt betriebsblind zu werden. Um dieser Betriebsblindheit entgegenzuwirken, bin ich so aktiv in der Verbandsarbeit, denn hier gibt es einen ständigen Austausch. Hier hole ich mir den nötigen Input und bekomme Möglichkeiten aufgezeigt zur ständigen Weiterentwicklung.
 

Wir versuchen als Betrieb ständig nah am Kunden zu sein. Wenn etwas nicht so läuft, wie der Kunde es sich wünscht, sitzen bei uns Entscheider am Tisch. Ein Beispiel wäre das Thema Reklamation: Aus einer Reklamation sehen wir den Auftrag, diese nicht nur zu erfüllen, sondern eine weitere Kundenbindung herzustellen. Das setzt natürlich voraus, dass die Reklamation zügig und zur vollsten Zufriedenheit des Kunden geregelt wird.
 

So ist es auch mit dem Thema Service und Qualität. Nah am Kunden heißt für mich auch nah an der Produktion. Ich sitze nicht nur am Schreibtisch, sondern ich bin genauso vor Ort in der Lagerhalle oder in der Produktionshalle, um zu sehen, wie sich etwas entwickelt. Dabei gilt es auch Alternativen für den Kunden aufzeigen zu können. Das Wort nein gibt es bei uns nicht. Ein Standardsatz bei uns lautet: „Geht nicht, gibt’s nicht!“
 

Als mittelständischer Betrieb haben wir den Vorteil, dass es bei uns flache Hierarchien gibt. Ein Zitat aus dem Sport: „Man muss dort hingehen, wo es weh tut.“

Es gibt auch Momente in meiner Arbeitswelt, in denen es verdammt wehtun kann und da agiere ich sozusagen als Leader. Einer muss auch bei der größten Unwegsamkeit die Führung übernehmen. Das ist meine Aufgabe! Für gute Ideen bin ich immer offen und aus der Praxis heraus, kommen bekanntlich die besten. Ich lege dabei sehr viel Wert auf die Meinungen meiner Mitarbeiter.

Von meinen Mitarbeitern wünsche ich mir, dass Sie Folgendes denken: Hinter Herrn Graeff reihe ich mich ein und gehe seinen Weg mit.

Ein Unternehmen ist keine Wohlfühloase, wir sind ein laufender Betrieb. Dissonanzen kommen vor, aber Reibungen bedeuten auch Entwicklungen.
 

Die Kunst ist es, jeden Mitarbeiter in seiner Stärke an die richtige Stelle zu setzen und dementsprechend zu fördern. Ein Mittelstürmer agiert nicht in der Verteidigung. Es ist die Kunst, jeden Mitarbeiter dort einzusetzen, wo er sein Potential entwickeln kann.
 

Es macht mir große Freude, zu organisieren, es macht mir große Freude, diesen Betrieb zu führen. Neben der Gesundheit geht es uns natürlich um das geschäftliche Vorankommen, als mittelständisches Unternehmen und als Ausbildungsbetrieb.
 

125 Jahre Firmengeschichte der Spedition Graeff berühren mich persönlich sehr, da ich generationsübergreifend in diesem Betrieb wirken darf und da denke ich vor allem an meine Eltern, mit denen ich seit vielen Jahrzehnten gut zusammengearbeitet habe. An meine Schwester Susanne Graeff, mit der ich Hand in Hand die Geschicke des Betriebes leite. An meine Frau Anette Graeff, die dank Ihrer Arbeit einen großen Anteil an unserem Erfolg und Vorankommen hat. Ich denke an meine leitenden Angestellten, mit denen ich hervorragend zusammenarbeite. Zu guter Letzt denke ich an die kommende Generation. Einen riesigen Spaß hatte ich mit meiner Tochter, welche in Form eines Praktikums mit mir zusammengearbeitet hat. Ich denke an meinen Sohn, der zurzeit aufgrund seines jugendlichen Alters noch in der Entwicklung steckt. Das macht mich alles sehr froh und lässt mich hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.
 

Zusammenfassend empfinde ich uns als ein sehr gutes und lebendiges Team. Wir tauschen uns stets aus und es ist uns sehr wichtig, mit einem Konsens gerade in punkto Kontroversen gemeinsam vom Tisch zu gehen. Wie gesagt: geht nicht gibt’s bei uns nicht!

Wir arbeiten, allein schon unserer familiären Tradition geschuldet, mit sehr viel Herzblut und Verantwortungsbewusstsein unseren Mitarbeitern gegenüber. Wir treffen keine kalten Entscheidungen, wir schauen immer, was möglich und menschlich ist.

Das betrifft auch die Auswahl unserer Bewerber. Ich persönlich bin kein Freund von aalglatten Lebensläufen. Es gibt immer einen Grund, weshalb manche Lebensläufe nicht immer so geradlinig verlaufen, wie in der Theorie erwünscht. Transparenz und Aufrichtigkeit finde ich wichtig und der Mensch, der hinter dem Bewerbungsfoto steht, interessiert mich.

Höflichkeit, Aufgeschlossenheit und gute Manieren sprechen uns und besonders mich in meiner Funktion als Personalverantwortliche an. Das gilt sowohl für potenzielle Bewerber als auch für mögliche Kandidaten im Ausbildungsbereich.


Für die Zukunft und für unser Unternehmen wünsche ich mir, dass wir unseren Kurs, der sich durch einen respektvollen und familiären Umgang mit unseren Mitarbeitern auszeichnet,  auch weiterhin so halten können und sich mein Arbeitsbereich genauso interessant und vielseitig gestaltet, wie bisher. Ich arbeite grundsätzlich gerne mit all diesen verschiedenen Persönlichkeiten zusammen.

Ehrenamtlich bin ich als Schöffin tätig. Auch hier sind es die Erfahrung und der Umgang mit verschiedenen Menschen und deren Geschichte, die mich interessieren.  Das sorgt stets für neue Anregungen und dient mir als Lernprozess. Diese Aufgabe habe ich dank meines Vaters kennengelernt, der während seiner Zeit als Schöffe viel darüber im familiären Bereich berichtet hat. Ich bin quasi in seine Fußstapfen getreten.

Die Spedition Graeff war für meinen Bruder und mich von Kindesbeinen an präsent und spielte immer eine große Rolle in unserem Familiengeschehen. Obwohl unser Vater meist spät von der Arbeit kam, habe ich ihn immer gut gelaunt erlebt, dem seine Arbeit offensichtlich stets viel Freude bereitet hat. Eine Einstellung, die mich bis heute beeindruckt.

Es kommt schon vor, dass Privates und Geschäftlich bei uns am Tisch vermischt wird, aber es ist selten belastend, weil wir unsere Arbeit gerne tun. Auch wenn sich unsere Eltern immer mehr zurückziehen und uns das Feld überlassen, beziehen mein Bruder und ich die beiden gerne in unsere Entscheidungen mit ein. Mein Bruder und ich sind grundsätzlich sehr unterschiedliche Charaktere, aber gerade deshalb ergänzen wir uns sehr gut.

Meine Nichte unterstützt uns seit geraumer Zeit während ihrer Semesterferien. Das ist mir stets eine große Freude! Wir arbeiten sehr harmonisch zusammen und sie kann mich jetzt schon in vielen Bereichen unterstützen. Ich sehe sie durchaus schon in nächster Generation. Sie studiert Betriebswirtschaftslehre und hat bereits signalisiert, dass sie gerne bei uns im Betrieb arbeiten möchte. Gerade der Bereich Personal interessiert sie sehr.

Auch im Ausbildungsbereich tut sich einiges, wir möchten künftig wieder ein duales Studium anbieten. Durch das stetige Wachstum unseres Betriebes können wir hier ein breit gefächertes Ausbildungsspektrum bieten, so dass es für Studierende interessant sein wird, sich bei uns zu bewerben. Generell liegt uns das Thema Ausbildung sehr am Herzen, sowohl im kaufmännischen, als auch im gewerblichen Bereich. Hier haben wir von Anfang an die Möglichkeit Mitarbeiter so auszubilden, dass sie bis spätestens zum Ende Ihrer Ausbildungszeit die Flexibilität und den Qualitätsanspruch eines Familienbetriebes verinnerlicht haben. Unser Ziel ist es, sie langfristig an unseren Betrieb zu binden.

Der Frauenanteil ist in unserem Betrieb ist hervorragend. Gleichberechtigung ist eigentlich kein Thema für uns – sie wird seit jeher aktiv gelebt.

Wenn ich mit einem Satz meine Motivation in der Spedition Graeff beschreibe, dann ist es der positive Umgang mit unseren Mitarbeitern und die Resonanz, die wir dadurch empfangen. Bei uns menschelt es, das ist mir wichtig!

Historie gelebt und erzählt von: 

ANETTE GRAEFF 

QUALITÄTS-
MANAGEMENT

 
Vierte Generation
2011 bis Heute

Qualität und Nachhaltigkeit sind ein ernstes Thema!

 

Während meiner vorherigen beruflichen Tätigkeit habe ich mich schon umfassend mit dem Thema Qualitätsmanagement beschäftigt. Für mich war es das ideale Sprungbrett, um in unserem Familienunternehmen eine geeignete Position für mich zu finden.

Bei meinem Einstieg im Jahre 2011/2012 war mir die Tragweite der nötigen Zertifikate, die eine Spedition aufweisen sollte, durchaus bereits bewusst. Das Erreichen dieser wurde dank meiner Mitarbeit zu unserem künftigen Aushängeschild.

Wir nehmen in unserem Betrieb das Thema Nachhaltigkeit und Qualität sehr ernst.

Der hohe CO2-Ausstoß unserer Fahrzeuge ist uns dabei schmerzlich bewusst.

 

Wir sind stets bemüht dieser Problematik so gut es geht entgegenzuwirken: unter anderem mit Fahrertrainings, die wir eingeführt haben und dem Einsatz modernster Fahrzeuge sowie der effizienten Planung der Wegstrecke.

Die einzelnen Fahrten werden dank modernster Technik ausgewertet, die Fahrer haben jederzeit die Möglichkeit, Ihre Verbrauchswerte über eine App einzusehen. Damit sensibilisieren wir unsere Fahrer und schaffen bewusste Anreize.

Historie gelebt und erzählt von: 

MARC APFEL

SPEDITIONSLEITUNG &
ASSISTENZ DER
GESCHÄFTSLEITUNG

 
Angestellt
2001 bis Heute

Und so arbeiten wir: „Geht nicht, gibt’s nicht!“

 

Mein Name ist Mark Apfel, ich bin 37 Jahre alt und seit 2001 im Betrieb. Angefangen mit einem Praktikum, fortgeführt mit einer Ausbildung zum Speditionskaufmann und nach der Ausbildung übernommen als fester Angestellter. Später habe ich dann noch nebenher eine zweijährige Weiterbildung zum Verkehrsfachwirt absolviert.

Angefangen habe ich in der Disposition und mittlerweile bin ich als Mitwirkender der Geschäftsleitung auch zuständig für Vertrieb und Strategie. Neben der Leitung Spedition und Transport wirke ich aktuell zusätzlich noch im Bereich Lagerlogistik mit.

Meine Ausbildung war sehr praktisch und nah am Geschehen ausgerichtet und meine Ansprechpartner waren für mich stets greifbar. Egal ob es die leitenden Angestellten waren, oder der Senior- oder Junior-Chef persönlich. Es wurde sich sehr um mein Vorankommen bemüht. Das was ich mir zugetraut habe, durfte ich auch erlernen. Besonders fiel mir das im Vergleich mit anderen Berufsschülern auf, die lange nicht solch einen Praxisbezug hatten.

Als Empfehlung für kommende Auszubildende kann ich nur raten, absolutes Interesse zu zeigen und Spaß bei der Arbeit zu haben. Auf gar keinen Fall Lustlosigkeit zu signalisieren und möglichst niemals unentschuldigt zu spät zu kommen.

 
 

Qualität und Nachhaltigkeit ist für uns ein äußerst wichtiger Punkt. Mit dem Wissen, dass wir natürlich durch den CO2-Ausstoß der Fahrzeuge die Umwelt belasten, versuchen wir auf andere Art und Weise wieder etwas gut zu machen. Wir unterstützen beispielsweise den Verein Green Forest Fund im Odenwald, welcher Wälder anpflanzt, ohne dass diese Bäume einen kommerziellen Zweck erfüllen müssen. Wälder entstehen, um CO2 zu binden und wenn man überlegt, wie viele Bäume gepflanzt werden müssten, um einen CO2-Ausstoß eines LKW’s zu kompensieren, ist das ein ganz geringer Teil, den wir hier wieder zurückgeben können. Das liegt uns dennoch sehr am Herzen.

Die Spedition Graeff zeichnet sich nach meiner subjektiven Meinung durch die Familie, Flexibilität, Qualität, Tradition, Bindung, Zuverlässigkeit und Verantwortung aus.

Persönlich für mich sind Reglements und Normen, die man durchaus hinterfragen darf, sehr wichtig für meine Arbeitseinstellung. Ich bevorzuge dabei schnelle und intelligente Lösungen.

 

Ich blicke positiv in die Zukunft und sehe durchaus unsere Tochter Katharina künftig in der Graeff-Tradition. Sie hat meiner Meinung nach das „Graeffsche Speditionsgen“. Unser Sohn Paul ist noch in der jugendlichen Findungsphase, hat aber durchaus Talent und Ambitionen. Die Zeit wird es bringen. Da bin ich ganz offen und positiv gestimmt.

Aktuell bin ich in der Lagerlogistik damit beschäftigt, die Arbeitsprozesse zu optimieren. Hier geht es um die IT, um das Scanning und die Digitalisierung. Ich betreue dieses Projekt verantwortlich. Ich arbeite nah am Kunden und zusammen mit unseren Dienstleistern. Den benötigten Input erarbeite ich mir mittels Internetrecherche und Messebesuchen, wie zum Beispiel die Transport- und Logistik-Messe in München.

Unser Betrieb zeichnet sich nach meinem Empfinden dadurch aus, dass wir ein Familienbetrieb sind und Qualität und Zuverlässigkeit bieten. Das beweisen unter anderem auch die langjährigen Kundenbeziehungen.

Unser Ansporn ist es, uns stets weiter zu entwickeln. Wir arbeiten mit dem Fokus auf Optimierung und nicht nach dem Motto, das war schon immer so und so bleibt es.

Wir schaffen Vorteile für unseren Kunden und treiben Weiterentwickelung voran. Hierbei ist die Freundlichkeit immer unser Grundtenor. Wir suchen nicht nur nach Lösungen, sondern wir finden sie und das gemeinsam.

Meine berufliche Zukunft im Unternehmen sehe ich absolut positiv. Wenn ich einen Wunsch frei hätte in Bezug auf meine Tätigkeit, könnte ich momentan keinen einzigen formulieren. Vor zwei Jahren habe ich mir in meinem Arbeitsbereich mehr Freiheit gewünscht. Diese Freiheit habe ich mir erarbeiten und erschaffen können und so kann ich beispielsweise durch die Möglichkeit des mobilen Arbeitens von zu Hause Konzepte und Projekte ausarbeiten, für die mir im Tagesgeschäft die nötige Ruhe fehlt. Das setzt eine gute Delegation und Aufgabenverteilung voraus. Das konnte ich in der Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung bestens umsetzen.

125 Jahre Spedition Graeff finde ich persönlich richtig toll! Da gehört eine Menge Fleiß, Ehrgeiz, familiärer Zusammenhalt, Mut, gute und zuverlässige Mitarbeiter und auch Glück dazu.

 

Und so arbeiten wir: „Geht nicht, gibt’s nicht!“

Historie gelebt und erzählt von: 

VANESSA LA MARCA

LOGISTIKLEITUNG
 

 
Angestellt
2013 bis Heute

Ich bin sehr stolz auf die Firma Graeff!

Mein Name ist Vanessa la Marca

und ich bin seit 2013 im Unternehmen Graeff.

 

Als Speditionskauffrau und Fachwirtin für Lagerlogistik habe ich bei der Graeff Spedition zuerst mit der Betreuung eines Großkunden begonnen und bin mittlerweile als Leitung der Lagerlogistik für den kompletten Bereich zuständig.

Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem die Lager-Abrechnungen, die Bearbeitung der Urlaubsanträge und die Urlaubsplanungen des gewerblichen und kaufmännischen Logistikbereichs. Außerdem führe ich die monatlichen Lagerstatistiken und ermittle hieraus für uns wichtige Kennzahlen.

Zu meiner Leitungsfunktion gehört es, dass ich den gesamten Überblick über den Lagerlogistikbereich habe. Das Tagesgeschäft muss laufen, jeder Mitarbeiter muss seine Aufgaben erfüllen. Ich stehe stets im Hintergrund als Ansprechpartner und Problemlöser zur Verfügung und greife ein, wo es nötig ist.

Da ich aus einem großen Konzern komme, weiß ich besonders die flachen Hierarchien und die kurzen Kommunikationswege innerhalb des Betriebes zu schätzen. Bei uns im Tagesgeschäft geht es sehr familiär zu. Ich arbeite super gerne bei der Spedition Graeff. Wir verstehen uns und wir kennen uns. Es ist ein sehr angenehmes Arbeitsklima.

 

Ganz toll ist es für mich als Angestellte, dass ich Familie und Beruf miteinander verbinden kann. Das ist für mich als Mutter einer vierjährigen Tochter besonders wichtig.

Ich bin sehr stolz auf die Firma Graeff und dass ich als Mitarbeiterin für ein so bekanntes und alteingesessenes Unternehmen in Mannheim arbeiten darf. Ich hoffe sehr, dass es auch die nächsten 125 Jahre weiter geht und dafür wünsche ich der Familie Graeff alles erdenklich Gute!

Historie:

UNSERE GESCHICHTE IN BILDERN

1900 bis 2020  (unvollständig)